Aug 08 2010
Camping auf Korsika
Wer hier einen Abenteuerbericht über eine Durchquerung der Insel in Flip-Flops sucht, den muss ich auf andere Web-Inhalte verweisen!
Mit zwei Kleinkindern, und unterwegs mit Zelt ließen wir es locker angehen. Entspannung, Sandburgen und ein paar kleine Ausflüge rund um den Plage D’Arone hieß die Zauberformel für unser Urlaubsglück!
Materialtest gehört bei einem Alpintech-Blogger natürlich auch zum Urlaubsalltag, aus diesem Grund habe ich auch die anderen Camper und vor allem ihre Ausrüstung genau beobachtet.
Wir waren vor allem von unseren Isomatten begeistert. Wir hatten die EXPED Synmat Basic im Gepäck. Anfangs war ich ein wenig enttäuscht, weil ich mit einer Self-Inflating Matte gerechnet hatte. Nach ca 15 mal beherzetem Nichtraucher-Pusten war ich aber wieder versöhnt. Überzeugend war der Schlafkomfort. Das geringe Packmaß wird spätestens bei der nächsten Trekkingtour positiv auffallen.
Am Campingplatz ist mir nach einiger Zeit aufgefallen, daß es so etwas wie ein Nationenspezifisches- Campingverhalten geben muss. Zur Kategorisierung entsprechend des Campingverhaltens muss ich pauschalieren. Bezogen auf nationale Zugehörigkeit finde ich das meistens unpassend. Zu disem Thema schien die Verteilung jedoch zu passen, und so sehe ich den Zufall als Verbündeten für meine “Studien”.
Der Deutsche liebt immer noch seinen “Bully”. Dass der VW-T5 in der aktuellen Campingvariante irgendwie nicht mehr mit einem Campingbudget vereinbar ist, scheint keine Rolle zu spielen. Am meisten beeindruckt war ich von den durchgestylten Alu-Campingstühlen, die in der Heckklappe verstaut werden… Wer die Gebrauchsanweisung nicht ausführlich liest wird seine Stühle wohl erst nach dem vierten oder fünten Urlaub finden!?
Die Italiener lieben Alkoven- Modelle. Das sind die klassischen Campingbus Aufbauten, die im Sommer unsere Straßen und im Herbst das Oktoberfest bevölkern. Obligat scheint ein Plastikteppich vor dem Eingang und ein möglichst grosser Esstisch…
Am allermeisten haben mich französische Familien und ihre äusserst legere Art des Campings beeindruckt! Ein meist sehr einfaches Zelt, einige mit Lebensmitteln befüllte Kartons und ein am Boden stehender Gaskocher. Dazu ein paar Strohmatten, – das war´s!
Ob die deutsche Familie in ihrem High-Tech Bus einen schöneren Urlaub als die 4 Franzosen auf den Strohmatten hatten werde ich nie herausfinden. Für mich hat sich aber wieder einmal gezeigt, dass es nicht darauf ankommt wie dick oder dünn die Isomatte ist. Unterm Strich geht es darum draussen zu sein, die Elemente zu spüren und am Abend mit einem breiten Grinsen einzuschlafen. Ob das nun auf einer Strohmatte, im Sand, im Campingbus oder auf einer Isomatte sein soll, muß jeder für sich selbst abwägen!
Cheerio und gute Nacht!
Alex
[...] Camping auf Korsika [...]
Lieber Alex
Wir haben uns köstlich über deine Ausführungen zum unterschiedlichen campingverhalten der Nationen amüsiert.
Sollten wir mal zusammen campen, dann nur mit isomatte
Liebe Grüße aus der Steiermark – wir sehen uns nach dem Urlaub
Ch und Lisa