Sep 05 2011

Kletterschuhe – die große Kunst die perfekte Wahl zu treffen

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Der Con-Flict von Mad Rock

Von allen Ausrüstungsgegenständen, die ein Kletterer kauft, sind es wohl die Kletterschuhe, die den unmittelbarsten Einfluss auf die Performance haben. Und da diese oft auch noch über längere Zeit getragen werden, kann ein nicht passender Kletterschuh einen Traum zum Alptraum wunder, schmerzender Füße werden lassen. Egal ob Anfänger oder Profi, vor dem Kauf neuer Kletterschuhe lohnt es sich, einige Zeit in die Qual der Wahl zu investieren.

Laut dem amerikanischen Kletterschuh-Hersteller Mad Rock, dessen Schuhe auch bei Alpintech zu erhalten sind, gilt folgende Regel: Comfortable is too large, painful is too tight, uncomfortable is perfect!

Form des Kletterschuhs:
Zentraler Punkt bei der Wahl eines Kletterschuhs ist die Passform. Diese ist abhängig von der angestrebten Art des Kletterns sowie des Niveaus des Kletterers. Umso stärker der Fuß vom Schuh in eine gebogene, nach unten überstreckte Form gebracht wird, umso besser unterstützt er den Träger bei schwierigen Passagen und verhindert lästiges abrutschen. Um die meiste Kraft auf den großen Zeh zu übertragen und damit die Sensibilität zu erhöhen, eignet sich ein asymmetrisch geschnittener Schuh, der den Fuß passgenau in die Schuhspitze presst. Die vor allem von Anfängern als bequemer empfundenen symmetrischen Kletterschuhe sind eher der natürlichen Fuß-Form angepasst. Die Sohlenfläche ist größer, wodurch die Kraft beim Klettern gleichmäßig auf alle Zehen verteilt wird. Sohlenform und Vorspannung sind somit die beiden Hauptmerkmale, wie aggressiv ein Schuh geklettert werden kann. 

Aggressive, asymmetrische Form mit großer Vorspannung:

Asymmetrischer Kletterschuh

Diese Schuhform ist für Profi- Kletterer geeignet, die sehr steile bzw. überhängende Passagen bezwingen möchten, bei denen man versucht die Zehen anzuziehen um maximalen Grip aufzubauen.

Moderat asymmetrische Form mit guter Vorspannung:

Leicht asymmetrischer Kletterschuh

Allround-Form für fortgeschrittene Kletterer, die durch ihre gute Präzision hervorragend für vertikale bis leicht überhängende Wände geeignet ist. Auch technisch anspruchsvolle Routen sind mit diesen Kletterschuhen kein Problem.

Symmetrische Form mit geringer Vorspannung:

Symmetrischer Kletterschuh

Abgestimmt auf die Bedürfnisse von Anfängern und leicht fortgeschrittenen Kletterern, die leichte Schrägen und vertikale Wände bezwingen möchten. Bei diesen Touren steht der Kletterer noch eher auf seinen Füßen, so dass eine sachte gebogene Sohlenform von Vorteil ist und den Kletterer dennoch optimal unterstützt.

Konstruktion:
Das zentrale Element eines Kletterschuhs ist die Leiste, die Größe, Form und sogar das Profil vorgibt. Frauenkletterschuhe zeichnen sich durch spezielle Leisten aus, die auf die Anatomie der weiblichen Füße abgestimmt sind.
Inzwischen haben es die Hersteller es geschafft, in den Kletterschuhe mit dünnen Mittelsohlen – gut für die Sensibilität der Füße – und starkem Down-Turn zu kombinieren. Diese Schuhe sind flexibel und sensibel zugleich und ermöglichen es einem, den Untergrund genau zu spüren ohne die nötige Vorspannung zu verlieren.
Die profillose Gummisohle der Kletterschuhe erzeugt größtmögliche Reibung und ermöglicht es dem Kletterer die Wandbeschaffenheit zu spüren. Weiche Sohlen sind griffiger und sensibler, harte Sohlen sorgen für mehr Stabilität auf kleinsten Spalten und Leisten und unterstützen den Fuß optimal in der Kraftübertragung.

Auf Alpintech.at findet ihr die Kletterschuhe der Marken Mad Rock, Rock Pillars und Scarpa. Gerne helfen wir Euch auch bei der Auswahl des richtigen Kletterschuhs!

(Quellen: www.madrockclimbing.com; http://sport-gesundheit.testberichte.de/2011/05/11/Ratgeber:%20Die%20richtigen%20Kletterschuhe/; Bilder: Mad Rock)

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