Jun 24 2010

Der richtige Rucksack – eine Entscheidung mit Tragweite

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Es gibt kaum einen Artikel, der in so vielen Ausführungen zu erhalten ist wie ein Rucksack. Das bequeme Prinzip Lasten auf den Schultern zu tragen hat sich nicht nur als Wort international durchgesetzt, sondern findet auch in Kraxen über Daypacks bis hin zu Outdoor-Rucksäcken seine Entsprechung.
Generell dient ein Rucksack dem Transport von Lasten und ist ein Behälter aus Stoff, Leder oder Kunststoff, der mit meist gepolsterten Gurten auf dem Rücken getragen wird. Gerade wenn schwere Lasten zu bewegen sind, wird das Gewicht zusätzlich durch einen sogenannten Hüftgurt auf die Hüften verlagert.

Je nach Aktivität kann sich die Ausstattung der Rucksäcke stark unterscheiden: Trekking-Rucksäcke haben andere Features als Tourenrucksäcke, Bike-Rucksäcke oder gar Lawinenrucksäcke. Wichtige Bewertungspunkte sind:

  • Tragesystem /Tragegestell
  • Belüftung
  • Volumen
  • Eigengewicht
  • Zugriffsmöglichkeiten und Fächeraufteilung
  • Material/Regenhülle

Bei der Auswahl eines Rucksackes sollte man nicht nur die richtige Größe anhand des mitzunehmenden Volumens in Betracht ziehen, sondern auch darauf achten, dass der Rucksack von der entsprechenden Person auch noch getragen werden kann. Als Anhaltspunkt gilt bei Long-Distance-Touren: Männer können bis zu 25% ihres Körpergewichts tragen, Frauen sollten den Rucksack maximal mit bis zu 20% ihres Körpergewichts beladen. Doch auch sonst zählt jedes Gramm, das den Komfort und die Entspannung bei einer Tour maßgeblich beeinflusst. Richtig gepackt ist ein Rucksack, wenn sich leichte Sachen unten und außen, schwere Sachen körpernah zwischen Schultern und Hüfte befinden.

Ob das Tragen eines Rucksackes als angenehm empfunden wird hängt stark vom Tragesystem und bei größeren Modellen vor allem vom Hüftgurt ab. Auch die Rückenlänge (vom Beckenkamm bis zum Halswirbel gemessen) sollte optimal auf die eigenen Ansprüche eingestellt werden können. Denn es ist die Passform des Rückenteils und nicht die Schulterträger, die darüber entscheidet, ob ein Rucksack als angenehm empfunden wird. Modelle für Frauen nehmen zudem darauf Rücksicht, dass ihr Rücken kürzer, der Beckenkamm ausgestellter und das Kreuzbein ausgeprägter ist. Diese physiognomischen Unterschiede sowie schmaler geschnittene Schulterträger machen sich beim Tragekomfort bemerkbar.

Das Material des Rucksackes sollte robust und wetterbeständig sein. Auch wenn das Material Nieselregen trotzt ist ein Regenschutz unabdingbar. Bei wirklich starkem Regen über mehrere Stunden empfiehlt es sich zudem Kleidung etc. in Plastiktüten zu verpacken. Verschiedene Farben erleichtern übrigens die Orientierung, wenn man ganz schnell trockene Socken braucht. Die Nähte sind ebenfalls ein wichtiges Qualitätsmerkmal, da diese durch ständiges stopfen stark beansprucht werden.

Bei den gängigen Outdoor-Rucksäcken unterscheidet man zwischen:

  • Kraxe/Tragegestell:
    Diese Urform des Rucksacks, wird auch heute noch zum Transport größerer Lasten verwendet. Üblicherweise kann der Beutel der Kraxe an- und abmontiert werden, so dass auch sperrige Lasten kein Problem sind. Grundlage bildet ein Leichtmetall-Rahmen, der stabilisierend wirkt, die Last gleichmäßig auf das gesamte Gestell verteilt und an dem die Tragegurte fest befestigt sind. Eine Sonderform sind Kraxen für Kinder, in denen diese vor allem bei Bergtouren leicht getragen werden können.
  • Rucksack mit integriertem Tragegestell (Jagdrucksack):
    Bei dieser Rucksack-Art ist das Tragegestell hinter dem Tragegurt in den Rucksack eingenäht, ein bogenförmiges Polster auf Höhe der Hüfte sorgt für den nötigen Abstand zwischen Rucksack und Rücken.
  • Trekkingrucksack:
    Trekkingrucksäcke dienen dazu die Ausrüstung für mehrere Tage zu transportieren uns sind deshalb vor allem auf maximales Volumen bei minimalem Eigengewicht und hohem Tragekomfort ausgerichtet. Die verschiedensten Dinge wie Helm, Isomatte aber auch einfach nur die Trinkfalsche können meist problemlos Fächern, Netzen bzw. mit extra dafür vorgesehnen Riemen befestigt werden. Im Innenbereich steht meist ein gesondertes Schlafsackfach zur Verfügung, damit dieser kompakt und vor Wettereinflüssen geschützt transportiert werden kann.
    Wichtig bei Trekkingrucksäcken ist, dass dieser trotz Beladung noch ausbalanciert ist. Dies hängt neben der Fachaufteilung aber auch stark vom richtigen Packen ab.
  • Kletterrucksack:
    Sie ähneln den Trekkingrucksäcken in Konstruktion und Aufteilung stark, haben aber ein geringeres Volumen, da sie nicht für Langstrecken-Einsätze gedacht sind.
  • Fahrrad-Rucksack:
    Diese Spezialform des Rucksacks ist vor allem darauf abgestimmt, den Radfahrer ergonomisch so wenig wie möglich zu belasten. Deshalb ist es wichtig, dass sich dieser optimal an die Körperform anpasst und die Bewegungen des Rückens mit geht. Die Rucksack-Marke Ergon bietet genau für dieses Problem die optimale Lösung. Ein Kugelgelenk an den Schultern sorgt für maximale Bewegungsfreiheit im Oberkörper ohne dass der Rucksack verrutscht. Der Hüftgurt fixiert den unteren Bereich und lenkt die eigentliche Last des Rucksacks über den Rahmen auf die Hüften.
  • Sonderform Lawinenrucksack:
    In den Lawinenrucksäcken der Firma Black Diamond ist das patentierte Avalung-System integriert. Mit diesem kann der Verschüttete auch unter den Schneemassen begraben durch einen kleinen Schlauch Luft aus der Umgebeung ansaugen, CO2 -haltige Luft wird abgeführt und die Umgebung vereist weniger.
  • Sonderform: Trinkrucksack:
    Diese Spezialform des Rucksacks hat sich vor allem bei (Ausdauer-)Sportlern durchgesetzt, da man den benötigten Flüssigkeitsvorrat hier auf dem Rücken transportiert. Abhängig von Einsatzbereich gibt es Trinkrucksäcke, die nur noch ein kleines Fach für das Nötigste haben oder Rucksäcke, in die die Trinkblase integriert ist. Mit Hilfe eines Schlauches mit Mundstück, der vom Rücken nach vorne führt, kann der Träger ohne den Rucksack abzunehmen trinken. Selbstverständlich können auch normale Rucksäcke mit einem Trinksystem nachgerüstet werden.

Lange Freude an seinem Rucksack hat man, wenn man diesen nach jedem Gebrauch gut austrocknen lässt. Bei starker Verschmutzung kann er auch – ohne das Gestell zu entfernen – in der Dusche abgebraust und mit milder Seife gewaschen werden.Eine große Auswahl an Rucksäcken finden Sie bei uns unter http://www.alpintech.at.

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