May 07 2010

Zelte für jeden Gebrauch

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Zelt ist nicht gleich Zelt – je nach Anwendungsbereich, Jahreszeit und zu erwartendem Niederschlag gibt es große Unterschiede, welches Zelt der optimale Begleiter ist. Standhaftigkeit gegen Windböen, Robustheit des Materials sowie Möglichkeiten der Belüftung sind nur einige Punkte die beim Zeltkauf beachtet werden sollten.

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Ein Zelt besteht aus folgenden Komponenten: 

  • Gestänge:
    Ein Gestänge kann aus Glasfieber oder aus Alu bestehen. Vorteil des Alugestänges: Auch nach einem Bruch kann dieses mit einer Reparaturhülle weiterverwendet werden, bis die Möglichkeit besteht das Gestängeteil auszutauschen. Je größer der Durchmesser des Gestänges ist, umso stabiler wird dieses, allerdings steigt damit auch das Gewicht.
  • Material Oberstoff:
    Die Qualität des Oberstoffmaterials ist nicht nur mit der Wasserdichte (Link) gleichzusetzen, sondern hängt auch stark von Dauerhaftigkeit der Beschichtung und der Reißfestigkeit ab. Die Reißfestigkeit reicht von 2 – 4 kg (max. 10 kg) bei hochwertigen Zelten. Beschichtet ist der Oberstoff mit einem PU-Gemisch oder optimalerweise mit einer Silikonschicht, da diese die Reißfestigkeit erhöht.
  • Nähte:
    Nähte sind die große Schwachstelle von Zelten, wenn es um das Thema Wasserdichte geht. Wichtig ist eine dicht gesetzte, Doppelkapp-Naht, die mit geringer Nahtgeschwindigkeit genäht wurde (verhindert das einbrennen unnötig großer Löcher) und der zusätzliche Schutz durch ein aufgeklebtes Nahtband.
  • Heeringe:
    Die Heeringe sind ausschlaggebend, ob ein Zelt ordentlich im Boden verankert werden kann. Man unterscheidet diese nach dem Verwendungszweck (fester, felsiger Boden; Wald und Wiesen; loser Boden oder Schnee).
  • Abspannleinen:
    Sie müssen den Belastungen von Wind und Wetter standhalten und sollten deshalb regelmäßig (auch die Knoten) kontrolliert werden.
  • Zeltunterlage:
    Eine Zeltunterlage kann die Kondensierung am Außenzelt um bis zu 30 % vermindern, ist also gerade bei regenreichen Gebieten und feuchten Böden sehr empfehlenswert.

Ein wichtiges Auswahlkriterium im Bereich Material ist die Wasserdichte. Maßstab ist die Wassersäule der ein Zeltstoff standhält bevor die Feuchtigkeit durchdringt. Gut sind Werte ab 4000 mm Wassersäule, allerdings kann ein sehr guter Wert bei der Wassersäule die Atmungsaktivität einschränken. Dies führt zu Kondenswasserbildung im Zelt, so dass trotz angemessener Luftfeuchte im Außenbereich im Inneren des Zelts eine hohe Luftfeuchte herrscht, die z.B. die Isolierkraft von Daunenschlafsäcken herabsetzt. Selbstverständlich sollte auch der Boden wasserdicht sein, mit einer Wassersäule von ca. 5000 mm liegt ein Zeltboden im guten Bereich.

Zelttypen:
Bei den Zelttypen unterscheidet man die Anzahl der Schichten, die den Nutzer zum Schutz vor Witterungseinflüssen umgeben.

  • Einwandzelt: Es besteht nur aus einer Haut, die vor Regen, Wind, Sand und Mücken schützt und ist somit leichter. 
  • Doppelwandzelt: Es besteht aus einem Innen- und Außenzelt, die einander nicht berühren.

Unterschiede bei Zeltformen:
Je nach Verwendung bieten sich unterschiedliche Zeltformen an. Wichtig ist dabei vor allem das Windaufkommen, das Thema Belüftung ist vor allem in wärmeren Gefilden von großer Bedeutung und sollte ein Kaufkriterium sein:

  • Kuppelzelt (zwei sich kreuzende Gestänge):
    Selbststehende Zelte, die auch durch ihre Windfestigkeit überzeugen. Allerdings ist der Innenraum im Verhältnis zur Grundfläche relativ gering und der Aufbau ist etwas aufwändiger.
    Exped-Zelte bei Alpintech.at
  • Geodätisches Zelt (drei oder mehr sich kreuzende Gestänge):
    Sonderform der Kuppelzelte. Gelten als die sturmsichersten Zelte, da die Stangen die Windkräfte auf viele kleine Dreiecksflächen verteilen. Die Stabilität führt meist jedoch zu einem höheren Gewicht und einer längeren Aufbauzeit.
    Exped-Zelt Venus bei alpintech.at
  • Tunnelzelt (zwei oder mehr parallel verlaufende Gestänge):
    Sind bei gleicher Materialqualität deutlich leichter und auch großräumiger als z. B. vergleichbare Kuppelzelte und sind bei korrektem Aufbau (in Längsrichtung zum Wind) und guter Verankerung im Boden ebenfalls sturmsicher. Sie bieten viel Stauraum z.B. für Gepäck.
    Exped-Zelt Andromeda bei Alpintech.at
  • Y-Zelt:
    Diese Zeltform ist vor allem bei Familienzelten sehr beliebt, für richtige Touren aber wegen der geringen Windbeständigkeit nicht geeignet.
  • Pyramiden-Zelt:
    Dieses Zelt wird nur von einer einzigen Stange in der Mitte gehalten und ist für Touren nur bedingt geeignet, da es nicht windstabil und schwer aufzubauen ist.

Die richtige Zeltgröße hängt stark von der Nutzung und der Anzahl der zu beherbergenden Personen ab. Das Innenzelt muss ca. 10-20 cm länger und breiter als die Personen sein, die darin schlafen sollen. Außerdem muss man die Gepäckaufbewahrung und die gewünschte Großzügigkeit in die Größenberechnung mit einbeziehen. Ein weiterer Aspekt ist die vorgegebene Schlafausrichtung, bei der zwischen Quer- und Längsschlafen (in Bezug auf den Eingang) gewählt werden kann:

  • Berg- oder Rucksacktouren: Wird das Zelt über längere Strecken im Rucksack getragen ist das Gewicht entscheidend. Als Faustregel gilt: Ein Zelt sollte idealer weise 8,0-1,2 kg pro Person wiegen.
  • Kanu- oder Fahrradreisen: Hier ist ein Gewicht von 1-1,7 kg akzeptabel. Wichtig ist gerade beim Zelten an Gewässern eine gute Wasserdichte.
  • Bei „motorisierten“ Reisen ist das Gewicht zweitrangig, vielmehr sollte auf eine gute Raumleistung (= mehr Komfort) und den anwenderfreundlichen Aufbau geachtet werden. Achtung: Größere Zelte bieten dem Wind auch mehr Angriffsfläche.
  • Expeditionen:
    Diese sind vor allem dann zu empfehlen, wenn man sich weiter von der Zivilisation entfernt und vielleicht mehrere Tage nicht zu einer schützenden Unterkunft gelangt.

Alles in allem sind qualitativ hochwertige Zelte, wie z.B. die Zelte der Firma Exped, auf die Bedürfnisse des Nutzers angepasst und erfreuen sich bei richtiger Pflege einer langen Lebensdauer.

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2 responses so far

2 Responses to “Zelte für jeden Gebrauch”

  1. Greta Alberon 06 Aug 2011 at 6:18 pm

    Da ich schon lange eine Outdoor Tour machen will und ich auf dieser Seite erfahren habe, dass für Outdoor-Aktivitäten ein spezielles Zelt empfohlen wird, wollte ich mal wissen, welche Trekkingzelte ihr mir empfehlen könnt. Mein vorhandenes Geld für ein Trekkingzelt liegt bei 200 €. Danke für Eure Unterstützung!

  2. Daisyon 09 Aug 2011 at 12:57 pm

    Hallo Greta,

    also leider fangen unsere Exped Zelte erst bei so ca. 300€ an.
    Weiters kommt es darauf an wieviel Leute platz haben sollen.

    Hier mal ein Link für die 2 Personen
    Zelte: http://www.alpintech.at/2_personen_zelte.html

    Für den einfachen Gebrauch würde ich das Auriga empfehlen.

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